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Sarkoptesmilbe 0,2-0,4 mm groß

Der aktuelle Fall

Sarkoptesräude

Ein 5 Jahre alter Akita Inu- Rüde, der seit 6 Monaten an zunehmendem Juckreiz litt, wurde bei uns in der Tierklinik vorgestellt. Er war bereits wegen Allergie und einer Schilddrüsenstoffwechselstörung vorbehandelt worden, doch verschlechterte sich der Zustand immer mehr. Der Hund, bereits in einem schlechten Gesundheitszustand, machte einen abwesenden Eindruck, und kratzte sich ständig. Auch zu Hause, so der Besitzer, liege der Hund nur noch herum und würde den ganzen Tag und die ganze Nacht mit Kratzen verbringen. Durch die Ruhelosigkeit hatte das Tier bereits einige Kilogramm Körpergewicht verloren, und verweigerte bereits seit 2 Tagen jegliche Nahrung. Die Beine und der Unterbauch des Tieres waren großteils völlig haarlos, der Rest des Fells wie von Motten zerfressen. Auch der Kopf war bereits teilweise befallen. Die Haut an diesen Stellen war durch die chronische Entzündung ledrig verdickt und schwarz verfärbt. An frisch befallenen Stellen war die Haut gerötet und mit knotigen Verdickungen übersät. Durch das ständige Kratzen wies der Hund frisch blutende, beziehungsweise eitrig veränderte Kratzwunden auf.

 
Vor der Behandlung   Nach der Behandlung

Durch eine Hautuntersuchung wurde festgestellt, dass es sich dabei um eine durch Milben ausgelöste Hauterkrankung, nämlich Sarkoptesräude, handelt. Diese Milben leben nur am Körper des Hundes, in der Umgebung sterben sie rasch ab. Die Milben bohren Tunnel in die Haut, legen dort ihre Eier ab, die sich darin zu erwachsenen Milben entwickeln. Manchmal können sie auch die Haut des Menschen befallen, doch vermehren sie sich an diesem Fehlwirt nicht weiter (Scheinräude). Auch die Besitzer unseres Patienten wiesen an Bauch und Armen stark juckende Knötchen auf. Übertragen werden die Milben durch direkten Kontakt von Tier zu Tier. Nicht alle befallenen Hunde zeigen Symptome, wodurch die Ansteckungsquelle nicht immer eruiert werden kann. Die Therapie bestand in einer mehrmaligen Behandlung des Hundes mit einem geeigneten Medikament, worauf sich der Zustand des Hundes rasch besserte. Die Veränderungen der Besitzer wurden von einem Hautarzt untersucht, heilten jedoch ohne jegliche Behandlung ab. Zur Vorbeuge empfehlen wir die in tierärztlichen Apotheken erhältlichen Bänder, Spot-On-Tropfen und Sprays.

 
         
       
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