Entwurmung
Schutzimpfung beim Pferd
Grundimmunisierung
Influenza
Tetanus
Herpes 1 und 4 (Kombinationsimpfung)
Hufpflege

Pferde

Entwurmung
Der Parasitenbefall in Pferdebeständen erfordert besonders unter Gestüts- und Reitstallbedingungen eine regelässige Behandlung.

Man unterscheidet Ekto- und Endoparasiten.
Unter Ektoparasiten versteht man Parasiten die sich in und auf der Haut befinden (z.B. Läuse, Haarlinge, Zecken, Stechmücken und Räudemilben).

Die wichtigsten Endoparasiten der Pferde sind:
Große Strongyliden
Kleine Strongyliden
Spulwürmer
Zwergfadenwürmer
Bandwürmer
Pfriemenschwänze

Um sich von diesen Schmarotzern zu befreien sind gezielte Wurmkuren nötig:
Fohlen 4 x jährlich,
ausgewachsene Pferde 2 - 3 x jährlich und tragende Stuten zusätzlich kurz vor oder nach der Geburt mit den geeigneten Wurmmitteln entwurmen,
einmal jährlich sollte vom Tierarzt eine Kotuntersuchung durchgeführt werden.
 

Schutzimpfung beim Pferd
Hauptsächlich wird in Österreich gegen Influenza (Grippe)
Tetanus (Wundstarrkrampf)
Herpes 1 ( Abortvirus)
Herpes 4 (Rhinopneumonitisvirus)
geimpft.

 

Grundimmunisierung:
Im 4. Lebensmonat wird in der Regel mit der Grundimmunisierung begonnen. Bei Fohlen deren Mutter nicht regelmäßig geimpft wurde, sollte mit der Grundimmunisierung früher begonnen werden.

Die Grundimmunisierung besteht meist aus drei Impfungen:
Impfung am Tag 0
Impfung 4 - 6 Wochen nach 1. Impfung
Impfung 6 Monate nach 2. Impfung

 

Influenza:
Grundimmunisierung: wie oben beschrieben
Auffrischungsimpfung im Abstand von 6 - 12 Monaten. Pferde die oft mit Pferden aus anderen Stallungen Kontakt haben (z.B. Turnierpferde), ist ein Auffrischungsintervall von 6 Monaten zu empfehlen.

 

Tetanus:
Grundimmunisierung:
Impfung am Tag 0
Impfung 4 - 6 Wochen nach der 1. Impfung
Damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen.
Auffrischungsimpfung im Abstand von 1 - 2 Jahren

 

Herpes 1 und 4 (Kombinationsimpfung):
Impfung am Tag 0
Impfung 4 - 6 Wochen nach 1. Impfung
Impfung 6 Monate nach 2. Impfung
Auffrischungsimpfung: halbjährlich

 

 

Achtung:
Trächtige Stuten sollten vor der Trächtigkeit bereits grundimmunisiert sein.
Auffrischungsimpfungen sollten im 3. / 4. Trächtigkeitsmonat und 8. / 9. Trächtigkeitsmonat erfolgen.

 

Hufpflege
Wie pflegt man nun die Hufe seiner Pferde richtig? Soll man fetten, ölen, teeren oder nur mit Wasser abspritzen?

Für seine natürliche Funktion benötigt der Huf ein entsprechendes Maß an Feuchtigkeit. Besonders die Sohle mit dem Strahl, der Ballen und der Kronsaum sind aufgrund ihrer elastischen, weichen Struktur befähigt, entsprechend Feuchtigkeit aufzunehmen, aber auch wieder abzugeben.

In freier Natur erhält der Pferdehuf, wenn das Pferd eine Tränke (Bach) aufsucht, die entsprechende Feuchtigkeit. Durch den Morgentau im Gras erhält der Huf ebenso die notwendige Feuchtigkeit.

Die meisten Pferde werden heutzutage allerdings ausschließlich in Boxen gehalten, oft sogar auf Sägemehleinstreu, die ganz massiv Feuchtigkeit aufsaugt: Der Huf trocknet aus. Rissige und spröde Hufe sind die Folge. Im Gegensatz dazu stehen viele Pferde ständig im eigenen Mist. Hier entstehen zu feuchte Hufe durch die andauernd einwirkende Nässe des Urins. Durch den aggressiven Urin kann es schließlich zu Strahlfäule kommen.

Die Haltung des Pferdes spielt darum eine entscheidende Rolle in der Hufpflege.

Ideal ist ohne Zweifel die naturnahe Haltung wie beispielsweise die Offenstall- und Weidehaltung. Damit kann das Stehen im Mist vermieden werden und die Pferdehufe erhalten durch den Morgentau auf der Weide die notwendige Feuchtigkeit. Bei solchen idealen Bedingungen kann auf das Einölen oder -fetten sogar vollkommen verzichtet werden.
Das heißt allerdings nicht, dass nun der Huf gar keine Pflege benötigt. Auf korrekte Hufstellung und bei unbeschlagenen Hufen sauber abgerundete Tragränder muss stets geachtet werden. Zur Selbstverständlichkeit sollte das tägliche Entfernen von festgesetztem Schmutz an der Hufsohle mit dem Hufkratzer gehören. Kleine Steinchen könnten sonst ins Horn eindringen und möglicherweise Hufgeschwüre verursachen.

Zuviel des Guten ist dabei allerdings auch nicht der richtige Weg: Zu scharfes Auskratzen kann die natürliche Entwicklung der Hornschicht an der Sohle verhindern und damit den Schutz beeinträchtigen. Zudem kommt es immer wieder vor, dass mit dem Hufkratzer zu stark unter den Eisen gekratzt wird, wodurch dort die Sohle zerstört wird und das Eisen nur noch am äußeren Tragrand zum Aufliegen kommt. Die Folge davon kann sein, dass die Tragwand ausbricht, es können sich aber auch die Eisen lockern.

Bei Boxenpferden hat der Pferdebesitzer die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Hufe seines Pferdes genügend Feuchtigkeit aufnehmen können.

Allgemein üblich ist das Einfetten oder -ölen der Hufe mit handelsüblichen Hufpflegemitteln. Fette und Öle sind bekanntlich wasserabweisend. Das heißt, dass bei einem eingefetteten oder geölten Huf zwar keine Feuchtigkeit mehr abgegeben, aber auch keine Feuchtigkeit mehr aufgenommen werden kann. Einsetzen kann man gutes Huföl oder Huffett beispielsweise nach dem Abspritzen im Wasser. Der Huf sollte nicht tropfnass sein, sondern zuvor mit einem Handtuch abgetrocknet werden.
Jetzt ist der Huf noch feucht (die Farbe ist dunkler als bei einem trockenen Huf) und wird am Kronrand, am Ballen und an der Sohle (Strahl) eingeölt. Kronrand, Ballen und Strahl bestehen aus elastischem Horn und bilden die Eingangstore für die notwendige Feuchtigkeit im Huf. Das aufgetragene Öl verhindert nun, dass vorzeitig zu viel Feuchtigkeit verdunstet, bevor diese einziehen kann. Andererseits verhindert Huföl oder -fett das Eindringen von Feuchtigkeit, wenn es zuvor aufgetragen wurde.

Öle und Fette können auch die Elastizität des Hufhorns unterstützen. Die beste Hilfe für den Huf ist das Einpacken der Hufe in feuchten Lehm. Wenn man überlegt, dass die Erde die Feuchtigkeit lange Zeit speichern kann, der Huf also eine sehr gute Möglichkeit hat, sich "vollzusaugen", ist diese Methode mit Sicherheit eine wunderbare Lösung, zumal sie auch noch besonders billig ist. Nicht zuletzt ist diese Methode eine sehr natürliche Feuchtigkeitszufuhr für den Huf.

Das Hufschutzvitamin, besser bekannt unter dem Namen "Biotin" kann bei Mangel Hufprobleme hervorrufen.
Doch um nachhaltig Erfolge verbuchen zu können, muss die Kur über mindestens 8 Monate durchgezogen werden.
Eine Menge von 15 mg pro Pferd und Tag hat sich in der Praxis bewährt.
Trotz aller Vorsorge muss eine regelmäßige Hufkorrektur vorgenommen werden.

 
         
       
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